2013
Dienstag, 2013-12-24 | 15:02:37 CET
dgbrt wünscht frohe Festtage! Und passend dazu gibt es noch einen Link:
http://einestages.spiegel.de/s/tb/29816/schock-weihnachtskarten-...
Wie ich neulich DELL mit einem Laptop belieferte
Sonntag, 2013-12-08 | 19:06:20 CET
Neulich hatte ich die Ehre, DELL mit einem Laptop zu beliefern. Nein, nicht anders herum. – Und das kam so.
Es begann mit einer Laptop-Bestellung bei DELL in den ersten Tagen des Oktober. Nichts Verrücktes, ein anständig ausgestattetes Einsteigermodell zu einem guten Preis, gedacht als Geschenk. Warum DELL? Erstens sollte es unbedingt ein Gerät mit deutscher Tastatur sein, und auf die Schnelle hatte ich nur DELL gefunden, die einem bei der Bestellung die Wahl lassen. Zweitens – Markenprodukt, solide Qualität, was kann schon schiefgehen. Die haben ja einen Ruf zu verlieren und sind sicher hervorragend organisiert. Genau!
Die Lieferung liess zunächst etwas auf sich warten, war dann angekündigt für einen Tag rund eineinhalb Wochen nach der Bestellung. Nur – dieser verstrich, ohne dass ich ein Paket erhalten hätte. Zunächst fiel der Verdacht auf die interne Hauspost meines Arbeitgebers; das Paket sei abgegeben worden am Empfang und eine Tanja habe unterschrieben, bekundeten meine Freunde von UPS, und eine Mitarbeiterin diesen Namens sitzt bei der FBG tatsächlich gelegentlich am Empfang – musste das Gerät also offensichtlich auf dem Weg vom Empfang zu meinem Schreibtisch verlorengegangen sein.
Eine peinliche Episode und etwas Wirbel inklusive Suche im Keller (!) später war klar – das Paket war wohl nie angekommen. Anfrage bei UPS, telefonisch, ob ich den Beleg mit der Unterschrift der Empfängerin haben könne. Ja, das ginge, hiess es … aber schon beim Telefonat zeigte sich, dass das Paket an einer ganz anderen Adresse in der Zürcher Innenstadt abgeliefert worden war (der gleiche Name der Mitarbeiterin war mithin Zufall). Diese Adresse war bei UPS sogar vermerkt. UPS war aber nicht Willens, auf Bitte des Empfängers eine Nachforschung oder gar Wiederbeschaffung durchzuführen, das muss der Versender veranlassen. Also mit DELL telefoniert, wo ich nach mehrfachem Verbinden recht freundlich und kompetent bedient wurde. Ja, sowas könne es geben, man setze sich gleich mit UPS in Verbindung. Man hielt mich in der Folge stets schön auf dem Laufenden, per Telefon und Email – nur leider mit negativem Ergebnis: UPS habe vermeldet, das Gerät sei »unauffindbar«. DELL bot daraufhin an, mich mit einem weiteren Gerät zu beliefern.

Damit begannen Verhandlungen über Modell und Ausstattung, denn – das Modell, das ich bestellt hatte, sei so schon wieder nicht mehr verfügbar (zum Zeitpunkt der Bestellung war es frisch auf den Markt gekommen, aber offenbar dauern Produktzyklen in der PC-Branche dieser Tage nicht länger als ein paar Wochen). Ich war in dieser Frage sehr entspannt, wollte einfach wieder möglichst »in der Nähe« dessen sein, was ich ursprünglich bestellt hatte. 100 MHz bei der Taktfrequenz hin oder her, das war mir eigentlich gleich. Nur eines nicht: eine deutsche Tastatur musste es sein. Zunächst wurde das alles so bestätigt, wieder etwas später bekam ich aber eine Email, die besagte: 1. die Lieferung einer deutschen Tastatur sei leider unmöglich (?), 2. diese werde so auch nicht angeboten (!) und 3. ich habe eine solche auch gar nicht bestellt. An diesem Punkt riss mir dann doch der Geduldsfaden und ich antwortete mit einem Screenshot vom DELL-eShop (wo die deutsche Tastatur nach wie vor wählbar war) und einer Kopie der ursprünglichen Auftragsbestätigung, in der klar nachzulesen war, dass ich sehr wohl eine deutsche Tastatur bestellt hatte. DELL blieb jedoch unerbittlich und man beschied mir definitiv, eine deutsche Tastatur könne ich nicht bekommen.
Also den Auftrag storniert und mein Geld zurückgefordert, und dieses wurde auch innerhalb weniger Tage gutgeschrieben. Wenigstens das!
Aber jetzt geschah etwas Ulkiges. Wieder rund zehn Tage später erreichte mich der Anruf einer Mitarbeiterin bei einer Firma an der »falschen« Adresse, die mich mit einer Google-Suche ausfindig gemacht hatte, und mir mitteilte, sie hätten bei sich ein DELL-Paket stehen, das wohl für mich bestimmt gewesen sei … ich könne es abholen. Und das tat ich dann auch, nahm nach Feierabend den Weg auf mich und wurde bei der falschen Adresse vorstellig. In der Tat war es »mein« Laptop! (So viel auch zur Gründlichkeit von Nachforschungen, die UPS anstellt.)
Die erste Pointe: es handelte sich genau um das ursprünglich bestellte Wunschmodell, mit der angeblich unmöglich erhältlichen, nicht angebotenen und nie bestellten deutschen Tastatur.
Die zweite Pointe: nachdem ich im allgemeinen zur Ehrlichkeit neige, setzte ich DELL am nächsten Tag per Email in Kenntnis, dass das Gerät wieder aufgetaucht sei (halleluja!) und DELL nun gerne wieder meine Kreditkarte belasten könne – und regte an, sich kulant zu zeigen für das bald zweimonatige Theater, die viele von mir aufgewendete Zeit und die Mühe, die mich die Abholung bei der falschen Adresse gekostet hatte. Zum Beispiel mit einem moderaten Preisnachlass. Die Annahme war, dass es DELL sicher recht sein würde, für das vermutlich bereits abgeschriebene Gerät wenigstens noch einen Teil des Preises zu erlösen. – Es kam aber ganz anders: das Gerät sei im System bereits als gestohlen/verloren gekennzeichnet, ich müsse es wieder abgeben. Wo und wann man es denn abholen könne (ich könne dann ja eine neue Bestellung aufgeben).
Und so belieferte ich also DELL mit dem Laptop, der eigentlich nie bei mir angekommen war.
Meine Ehrlichkeit wurde in keinster Weise belohnt, das Wunschgerät nahm man mir wieder weg, und für das Wiederauffinden bzw. die Wiederbeschaffung des Pakets fand man nicht einmal ein Wort des Dankes.
Fazit: der Ehrliche ist der Dumme. Und wer bei DELL bestellt, der ist wirklich selber schuld. Ich gelobe, diesen Fehler nie wieder zu machen!
Sonntag, 2013-12-08 | 16:28:41 CET
Trotz der kleinen Pause, mein Blog betreffend, kann ich sagen: es geht mir gut, von einer lästigen Entzündung an der Sehne im Bereich meines kleinen rechten Fingers (!) abgesehen, einigem Lernstress, den ich habe hinter mich bringen müssen, sowie ein paar nervigen Nebengeschichten (dazu nächstens mehr), mit denen ich mich dann auch noch herumgeschlagen habe. Aber alle können beruhigt sein, es gibt keinen Anlass zur Sorge – nur vergeht irgendwie die Zeit auch schrecklich schnell. Und schon sind wir wieder mitten in der Jahreszeit, die ich sowieso nicht ausstehen kann … und ein ereignisreiches 2013 nähert sich seinem Ende.
Die Technik hinter HFT [GEEK POST][FINANCE POST]
Freitag, 2013-10-18 | 21:12:26 CET
Faszinierend, aber auch bizarr – und wer nach der Lektüre des verlinkten Artikels noch immer der Meinung ist, wir wären mit Hochfrequenzhandel nicht auf einem irrwitzigen Holzweg, dem ist kaum mehr zu helfen.
http://queue.acm.org/detail.cfm?id=2536492
Wo ist sie hin, die gute alte Zeit
Donnerstag, 2013-10-10 | 0:04:04 CET
… als Dienstleistungen noch funktioniert haben. Oder gab's die überhaupt mal?
Auf einer schlichtweg peinlichen, ziemlich holprig übersetzten Website eines der grössten PC-Hersteller dieser Welt (mit vier Buchstaben) einen Laptop bestellt (wobei besagter Hersteller Mühe hatte, den korrekten Endpreis auszurechnen, aber man irrte sich wenigstens zu meinen Gunsten), mit sofortiger Belastung der Kreditkarte. Eine SMS der VISECA bestätigt die Belastung noch in derselben Minute, die Buchung taucht aber bis heute, zehn Tage lang, bei den online einsehbaren Kontobewegungen bei VISECA nicht auf. Gestern bekomme ich eine weitere SMS über die (nochmalige) Belastung des exakt selben Betrags. Natürlich ist auch die nirgendwo zu sehen, der verfügbare Betrag aber um beide Belastungen gesunken. Ist Geld nur blockiert worden statt belastet? Zahle ich doch doppelt? Oder pennt einfach VISECA oder schickt zur allgemeinen Erheiterung gerne redundante SMS (die natürlich auch noch Geld kosten), um Kunden einen Schrecken einzujagen? Das muss ich noch herausfinden. Fortsetzung folgt.
Bei meiner Werkstatt angerufen wegen dem anstehenden Wechsel meines Flitzers auf Winterräder, sowie Austausch des bis heute trotz mehrfacher Reparaturversuche nicht zuverlässig funktionierenden Kofferraumschlosses (das Auto ist halt zum zügig fahren da, nicht zum Kofferraumaufmachen). Der Zuständige ist gerade unabkömmlich, man verspricht mir einen Rückruf. Der selbstredend nie kommt.
Mein Internet-Provider kündigt an, mein Kabelmodem durch ein neueres Gerät ersetzen zu wollen. Ich könne wahlweise abwarten, bis das neue Gerät per Post kommt, oder im Laden vorbeikommen mit dem alten Gerät. Dieser liegt nicht weit entfernt von meinem Arbeitsort, also warum nicht die Sache schnell hinter mich bringen. Betonung auf »schnell« … leider gibt es in dem Laden nur drei Arbeitsstationen, von denen nur zwei besetzt sind – und nur einer der zwei Mitarbeiter legt ein akzeptables Arbeitstempo vor. Wenn dann die Kunden noch zahlreich sind und ein grosses Redebedürfnis haben (und man sie dieses auch ungehemmt ausleben lässt), dann – tja, dann kann es gut sein, dass es in 30 Minuten des Wartens kaum einen sichtbaren Fortschritt gibt und man unverrichteter Dinge wieder geht. Dann warte ich eben doch auf Post!
Bei meinem Kaffeehändler funktioniert neulich die Bestellung von Bohnen nicht mehr – mit einem äusserst obskuren Fehler. Nach mehrfachem Versuchen und Hin und Her mit dem Support (inklusive Anruf in Deutschland) stellt sich heraus, dass es derweil eine Schweizer Website derselben Firma gibt, die deutsche Seite mit meiner Schweizer Adresse ab sofort nicht mehr klarkommt und ich den Account auf der Schweizer Website gänzlich neu erstellen muss (Bestellhistorie: ist damit verloren). Gut, sei's drum … leider hatte die Schweizer Webshop-Version noch zahlreiche kleinere, andere Macken. Weil das eine sympathische Firma ist, der ich gerne helfe, schreibe ich eine lange Email und liste alle Mängel mit Lösungsvorschlägen auf. Man bedankt sich artig und lässt mich wissen, man würde mir jetzt schon gerne eine Gratispackung Kaffee zukommen lassen, dafür, aber das System lasse das leider nicht zu. Ich solle doch bei der nächsten Bestellung nochmal nach einem Rabatt fragen … da hilft man gerne.
Nur vier Beispiele, ich hätte noch mehr zur Hand … und klar, das sind alles Kleinigkeiten. Ich bin eben schon ein furchtbar anspruchsvoller Kunde. Nur leider auch einer mit zu wenig Zeit, um derart überflüssigem Mist nachzurennen.
Nach Schlandkette, TV-Duellen und kreativem Unsinn: Mutti bleibt
Sonntag, 2013-09-22 | 20:55:56 CET
Der Wahlkampf war etwas besser als sein Ruf, die Wahlbeteiligung zum Glück etwas höher als auch schon, und wenn schon das TV-Duell der »grossen« zum einschlafen war (abgesehen von der »Schlandkette«), so hat doch wenigstens das »kleine« für etwas Unterhaltung sorgen können – und der eine oder andere kreative Plakat-Beitrag:

Den Wahlabend heute, den empfinde ich dann trotzdem (anders als alle gängigen Medien) als langweilig. Mutti Merkel bleibt's, darüber tröstet auch die Schadenfreude über das Abschneiden FDP nicht hinweg.
Ein Leserbrief aus der Schweiz
Donnerstag, 2013-09-19 | 23:58:23 CET
… hat die von mir hoch geschätzte Wochenzeitung »Die ZEIT« ereilt. Erstmals, denke ich – zumindest ist es der erste abgedruckte Brief aus meinem Gastgeberland, den ich bewusst wahrnehme. Wird auch Zeit, die Schweizer Ausgabe gibt es schon eine ganze Weile. Und was schreibt der Leser oder die Leserin aus Thalwil?
»Sie sollten als Warnung in den Titel setzen: Die unhandlichste Zeitung der Welt. Ich schneide jeweils die Seiten mit dem Sackmesser auf, sodass ich sie einzeln in die Hand nehmen kann.«
Ah.
Update, 2013-10-03: … der gute Mann erntete heftigen Widerspruch in gleich drei Leserbriefen der heutigen Ausgabe.
Montag, 2013-09-02 | 23:31:26 CET
… haben noch Dinge vollbracht, von denen wir verwöhnte Neuzeit-Informatiker (mit Code-Wizards, Step-by-step-Debuggern und ähnlichem Firlefanz auf 8GB-Maschinen) nur träumen können. Hut ab!
http://files.righto.com/calculator/sinclair_scientific_simulator...
Fränkische und Bayerische Diät
Montag, 2013-09-02 | 22:18:14 CET

Die Zeit war viel zu knapp, und auch wenn ich München (Bild mitte und rechts) naturgemäss weit weniger gerne habe als meine Heimatstadt (Bild links), so ist doch das Essen dort fast ebenso fein. Nein, ich habe mich noch nicht gewogen.
Sonntag, 2013-08-11 | 15:46:14 CET
Andere kaufen die sprichwörtliche Harley oder den »Menoporsche«, ich habe mich im Alter von vierzig Jahren zu einer anderen Massnahme entschieden. Wenn das nicht das richtige Alter ist, um richtig guten Kaffee zu trinken, wann soll man dann damit anfangen …

Mit gefiltertem Wasser, vorgespültem Filter, auf's Gramm abgewogenem, frisch gemahlenen Spitzenkaffee (aktuelle Lieblingssorte: Duromina von Coffee Circle [1]) und einer der besten Filtermaschinen der Welt hat mein Morgenritual ein überfälliges Upgrade erfahren – und dauert zwar ein Weilchen länger, aber der Kaffee schmeckt dafür sensationell. Und im Vergleich zu sonst gängigen Methoden der Midlife-Crisis-Überwindung war die Sache geradezu spottbillig.
[1]
http://www.coffeecircle.com/
Freitag, 2013-07-19 | 18:35:22 CET
…
Die Kunst verheissungsvoller Filmrezensionen
Freitag, 2013-06-28 | 21:28:30 CET
Ich würde am liebsten sofort die DVD kaufen. Also, falls es dieses besondere Prachtexemplar von Film [1] auf DVD geschafft haben sollte.
[1]
http://366weirdmovies.com/capsule-a-noisy-delivery-2013/
Sonntag, 2013-06-23 | 18:19:53 CET
… heute morgen genossen in einem winzigen, liebevoll eingerichteten und geführten Café, dessen Name man lieber nicht posten würde, damit es ein Geheimtipp bleibt. Aber ich kann's nicht lassen: Les Gourmandises de Miyuko heisst die kleine Oase [1]. Reservieren lange vorher ist wohl notwendig, aber es lohnt sich. Beste Speisen, mit viel Herzblut von Hand zubereitet, dazu unaufdringlicher, tadelloser Service, eine gemütliche Umgebung – und Zeit, viiiel Zeit für den Genuss. Die perfekte Entschleunigung.
Ein nachträgliches Update, 2013-08-11: wie ich an meinem Geburtstag neulich feststellen konnte, gibt es einen ernstzunehmenden Konkurrenten um das beste Frühstück aller Zeiten: Cafè dell'Arte, Locarno [2]. Ein herziges B&B-Angebot in schönster Altstadtlage, und sowas wie das Frühstück dort habe ich auch noch nie erlebt. Kleine Oasen gibt es viele, aber hier werden einem zusätzlich in einer fast schon zeremoniellen Art und Weise nach und nach die herrlichsten Köstlichkeiten aufgetragen, ohne dass man sich an ein Buffet hätte begeben oder etwas bestellen müssen. Absolute Empfehlung.
[1]
http://www.miyuko.ch/miyuko/
[2]
http://www.caffedellarte.ch/
Gute und schlechte Neuigkeiten von der Schlacht um das liebe Geld [FINANCE POST]
Montag, 2013-06-17 | 23:22:26 CET
Gut: endlich gibt es Anzeichen, dass sich HFT ein wenig totzulaufen beginnt [1].
Schlecht: selbst auf die gewöhnlichen Spot Rates von Reuters ist kein Verlass – geschummelt wird überall [2]. Siehe dazu auch meinen »kleinen Rundgang durch die Finanzwelt« von 2012 [3], den man derweil um eine lange Kette von neuen Räubergeschichten ergänzen könnte *seufz*
[1]
http://www.businessweek.com/printer/articles/122900-how-the-robo...
[2]
http://www.bloomberg.com/news/2013-06-11/traders-said-to-rig-cur...
[3]
/cgi-bin/blog.cgi/action=view/id=0287dc
Montag, 2013-06-03 | 20:14:52 CET
Auch grosse Ferien gehen schnell vorbei, das war schon als Schüler so … zumindest eine Konstante in meinem Leben! – Nach einem subjektiv sehr kurzen Trip bin ich seit ein paar Tagen wieder zuhause und muss mich erst wieder an das kühle Klima gewöhnen.
Der Trip nach Singapur, nach langer Pause (siehe meine »Letters from Singapore« zu meinem sechsmonatigen Aufenthalt dort im Jahr 2007), hat mir viel bedeutet, und ich habe jede Minute in dieser spannenden Stadt genossen – die sich schon wieder erstaunlich weiterentwickelt hat.

(Thanks to CK for an unforgettable day. I may not seem fully convinced I like the food on the table at Maxwell, on the photo, but actually I did like it ;-))
Danach das Kontrastprogramm – Bali. Viel Natur, ein noch unbarmherzigeres Klima, Entspannung am Pool (aber nicht nur) … da hätte ich's noch ein paar Tage ausgehalten.

Und jetzt, tja, jetzt hat mich der Alltag wieder. Mit zehn Grad, Regen, Arbeit, Rechnungen und diesem oder jenem Problemchen. Zumindest habe ich jetzt eine etwas gesundere Gesichtsfarbe.
Sonntag, 2013-05-12 | 15:34:35 CET
… ist das lästig.

Was passiert während einer Sekunde HFT? [FINANCE POST]
Dienstag, 2013-05-07 | 20:59:38 CET
Heute mal ein Thema aus der Finanzwelt. High Frequency Trading (HFT) halte ich bei aller faszinierenden Technik für eine ziemlich dumme Idee und befinde mich damit in keiner zu schlechten Gesellschaft (erst kürzlich haben Warren Buffett und Charlie Munger HFT als »legal front running« bezeichnet). Interessant – und halt eben doch faszinierend, wenn auch erschreckend – habe ich dazu folgendes Video gefunden:
http://www.ritholtz.com/blog/2013/05/what-happens-during-1-secon...
Ähnlich spannend auch dieser Beitrag:
http://www.ritholtz.com/blog/2012/09/nanex-disturbing-liquidity/
Selbstversuch 2: Trinken wie … ein Selbstmörder
Mittwoch, 2013-04-24 | 22:36:45 CET
Dank einer meiner zwei (*räusper*) treuen Stammleserinnen, die das Testmuster zur Verfügung gestellt hat (danke AC!), gibt es heute – als Fortsetzung zu meinem anderen Artikel neulich [1] – den zweiten Selbstversuch. Statt um Bergsteigermampf geht es dabei um »Getränkepulver Typ Rotwein«, und nein, ich wusste auch nicht, dass es das gibt. Fehlt nur noch Instant-Bier! Unfassbar.
Es gab nur zwei kleine Problemchen mit dem leckeren Tropfen; zum einen – gut erkennbar auf dem Bild – hatte es offenbar auf dem Postweg einen Feuchtigkeitseinbruch gegeben, was dem Tütchen einen appetitlichen Touch von ausgelaufener Batterie verlieh, zum anderen war das Mindesthaltbarkeitsdatum (Dezember 2007) leicht überschritten. Aber was soll's, der Forscher schreitet mutig voran, was tut man nicht für die Wissenschaft! – Zutaten sind: Rotweinextrakt, Alkohol (!), diverse E-Stoffe (Antioxidationsmittel, Säuerungsmittel, Farbstoff), sowie Rote-Bete-Pulver. Im Endergebnis sollte der Wein über neun Volumenprozent Alkohol haben.

»Pulver gut«, sagt der Skifahrer, aber das galt hier nicht. Ohne weiteren Kommentar.

Normalerweise würde man die Substanz mit 200ml Wasser anrühren und hätte wohl keine Probleme damit. Ich in dem Fall schon, wie das folgende Bild zeigt.

Auch zwei Stunden nach diesem Foto hatte sich dann nicht mehr sehr viel verändert; ein Teil der Knetmasse hatte sich zwar gelöst und die Brühe war derweil ziemlich braun, aber das Ganze sah nach wie vor übel aus – und roch ausgesprochen streng. Irgendwas zwischen Abbeizmittel und Rattengift … mit einer Note Klebstoff. Absolut furchterregend. Ja, ich habe ein paar Tropfen probiert. Nein, es war nicht lecker. – Fairerweise müsste man aber wohl dem Produkt noch eine Chance geben, und zwar ohne Feuchtigkeit in der Packung und nicht sechs Jahre nach Haltbarkeitsdatum. Interessant war's trotzdem, und ich hab' mal wieder was gelernt!
Nachtrag, 2013-04-29: Zufallsfund im Web, YouTube ist ja schon eine coole Erfindung. Die Profis [2] sehen das bei ihrem ziemlich lustigen Test desselben Produkts ganz ähnlich wie ich. Ansehen!
[1]
/cgi-bin/blog.cgi/action=view/id=0147dd
[2]
http://www.youtube.com/watch?v=vxp_qJuKIYk
Microfinance mit responsAbility und KIVA [FINANCE POST]
Sonntag, 2013-04-14 | 23:11:40 CET
Nach dem Selbstversuch in Sachen hochgebirgstauglicher Ernährung (siehe letzter Blog-Eintrag …) möchte ich heute noch kurz von einem anderen, ernsteren Experiment berichten. Ich will nicht missionieren – man kann zu diesem Thema auch eine ganz andere Meinung haben (dass Geld ganz generell des Teufels ist und abgeschafft gehört, zum Beispiel). Meine Meinung ist: Geld kann etwas sehr hilfreiches sein, es gehört nur richtig eingesetzt und sollte nie Selbstzweck werden. Dass der Wohlstand auf unserem Planeten höchst ungleich verteilt ist, das ist hingegen eine nicht zu leugnende, traurige Tatsache. Aber wenn das so ist, kann man ja versuchen mitzuhelfen, dass sich das ändert – langfristig und wenigstens in einem bescheidenen Rahmen.
Für einen sehr interessanten Versuch, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, halte ich die Idee des Mikrokredits [1]. Wie so oft gibt es keine Erfolgsgarantie und Schaden oder Nutzen dürfte von Details der Umsetzung abhängen. Entstehen so neue Abhängigkeiten? Weiten wir unsere Philosophie des Lebens auf Pump (die angesichts der Probleme in der Eurozone auf der Ebene der Staatsfinanzierung gerade ihre grosse Krise zu erleben scheint) auf dem Weg einfach nur auf Entwicklungsländer aus und machen Kleinunternehmer und Bauern zu neuen Abhängigen der Droge Geld? Vielleicht, aber ich glaube das eigentlich nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es ohne die Verfügbarkeit von Krediten kein gesundes Wirtschaftsleben und vor allem kein Wachstum geben kann. Wenn also jemand einen kleinen Laden eröffnen will, um zunächst sich selbst, später vielleicht auch noch ein paar anderen Bewohnern seines Dorfs einen Job zu verschaffen, dann aber daran scheitert, dass er kein Startkapital bekommt, ist das tragisch und verdammt denjenigen, sich weiter als Tagelöhner oder mit Spenden durchzuschlagen. Gerade diejenigen mit unternehmerischem Geist, Fleiss und Risikobereitschaft gehören unterstützt, und das tue ich lieber, indem ich Geld vorschiesse, statt einfach nur zu spenden. Spenden machen bequem – Geld, das ich verleihe, aber wieder zurück erhalte, kann wieder neu eingesetzt werden und dem nächsten Farmer oder Handwerker helfen. Recycling, sozusagen!
Inzwischen gibt es Anlageprodukte, die Normalsterblichen wie mir ermöglichen, Geld in den Microfinance-Kreislauf zu stecken – und sogar noch eine kleine Rendite versprechen. Wer sich weniger direkt involvieren und den eigenen Nutzen nicht ganz zurückstellen will, für den mag das ein interessanter Weg sein. Empfehlen kann ich z.B. den responsAbility-Anlagefonds [2], an dem ich mich nebenbei bemerkt im letzten Sommer beteiligt habe (Vorteil ist vor allem, dass die Wertentwicklung weitgehend unkorreliert zu der gängiger anderer Anlagekategorien verläuft, der Fonds sich also gut zur Diversifikation eignet … die Verlustrisiken sind allerdings durchaus nennenswert). Aber: das war mir nicht genug. Und jetzt kommen wir zu KIVA [3].
KIVA gibt einem die Möglichkeit, Geld für Mikrokredite zur Verfügung zu stellen, und reicht dieses Geld über lokale, geprüfte Partnerorganisationen an die Kreditnehmer weiter, die man wahlweise auch selbst aussuchen kann. Der Fokus ist hier ein anderer als bei dem Fonds; KIVA ist kein Investment-Vehikel (schon deshalb nicht, weil der Kreditzins bei den Partnerorganisationen verbleibt), sondern man betrachtet das zur Verfügung gestellte Geld besser als Spende. Keine einfache Spende, aber, sondern eine »on steroids« – kommt doch im besten Fall durch die Rückzahlung von kleinen Kreditraten der Kies wieder zurück und kann dem nächsten helfen.
Nach längerer Bedenkzeit und eingehendem Studium der umfangreichen Informationen, die KIVA auf ihrer Website publiziert, habe ich mich entschieden, das selbst zu probieren, mich anzumelden – und war begeistert. Anders als bei einer normalen Spende (i.d.R. an eine Hilfsorganisation) bestimme ich selbst den Verwendungszweck durch Auswahl der Kreditnehmer mit. Ich möchte mich vor allem in bestimmten Ländern engagieren? Kein Problem. Es liegt mir am Herzen, dass Frauen nicht benachteiligt werden, sondern im gleichen Mass zum Zuge kommen? Lässt sich arrangieren. Ich möchte vor allem Bildung fördern? Easy.
Dazu kommt etwas Positives und fast Spielerisches. Man wird nicht primär mit schrecklichen Schicksalen und Leidensgeschichten konfrontiert, sondern – das liegt auch in der Natur des Mikrofinanz-Konzepts – mit Profilen von Menschen, die etwas erreichen und selbst ihre Lebenssituation verbessern wollen. Die Bäuerin möchte noch drei zusätzliche Milchkühe kaufen, um stabilere Erträge zu erzielen und später noch jemanden einzustellen. Die Näherin möchte ihre Tochter gut ausbilden und erfragt einen Kredit zur Finanzierung der Schule. Der Handwerker will eine Werkstatt eröffnen und braucht finanzielle Starthilfe. Wow, wer hilft da nicht gerne? Das muss einen ja nicht abhalten, zusätzlich über normale Spenden an klassische Hilfsorganisationen auch den vom Schicksal besonders arg Gebeutelten zu helfen.
Was mir gefallen hat: ich sehe die Menschen, denen ich mit einem kleinen Betrag helfen kann, etwas aufzubauen. Ich kann selbst bestimmen, wem ich helfen möchte. Mir wird wieder bewusst, was Geld bedeutet – und mit wie wenig Geld sich in Entwicklungsländern viel bewegen lässt. Und last but not least: es entsteht bei KIVA ein Welt-Wir-Gefühl – es wird einem bewusst, wie klein doch letztlich unser Planet ist, und dass die Weltbevölkerung nur lernen müsste, besser »als Team« zu agieren, um viele der ganz grossen Probleme lösbar werden zu lassen. Ich freue mich jedenfalls, Teil von diesem Team zu sein, und hatte eine grosse Befriedigung beim Verteilen meiner »Spende«.
Wer sehen will, wer von mir einen kleinen Teil seines angefragten Kreditbetrags bekommen hat, kann das selbst in Augenschein nehmen [4]. Nebenbei sieht man auch, wer sonst noch alles mitgeholfen hat, eine angefragte Kreditsumme zusammenkommen zu lassen – da sind wir wieder bei der Welt als Team. Ist doch toll, dass der begabte Holzschnitzer Samvel in Armenien eine Chance bekommt, sein Geschäft zu vergrössern – mit der Hilfe von (u.a.) Johannes in Finnland, Paul in England, Stian in Norwegen, Tony in Amerika – und Jan in der Schweiz.
[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrokredit
[2]
http://www.responsability.com/
[3]
http://www.kiva.org/
[4]
http://www.kiva.org/lender/dgbrt
Selbstversuch: Essen wie in der Eiger-Nordwand
Mittwoch, 2013-04-10 | 19:31:27 CET
Neulich, in einem Laden [1], der den Überlebenskünstler in jedem Mann weckt (wie z.B. auch Jeeps und Taucheruhren), und sei er noch so ein Warmduscher und Camping-Hasser (wie z.B. ich), konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, die Luxusversion einer Tütenmahlzeit zu kaufen, die einen normalen »Quick Lunch« blass aussehen lässt und einem Rekordbergsteiger mitten in einer gefährlichen Felswand gut zu Gesicht stünde. Die Neugier war zu gross!

So sieht das Ding also aus, die Sorte der Wahl war Poulet Curry mit Reis – der Hersteller sitzt offenbar in Norwegen.

Fühlte sich leicht an (nur 150g!), und ziemlich fest – dazu brutal vakuumiert und irgendwie sexy-professionell (jawohl, sexy, nicht semi!). Weniger sexy ist der ebenso brutale Preis, aber Schwamm drüber. Hier geht's ja um Survival!

Blick in die Tüte: keine Überraschungen. Tja, und die rechteckigen Stückchen undefinierbaren Materials, die waren eventuell mal irgendwann ein Huhn. – Die Zubereitung sieht so aus, dass man kochendes Wasser einfüllt, die Tüte mit dem integrierten Verschluss wieder verschliesst und fünf Minuten wartet. Empfohlen wird der Verzehr direkt aus dem Beutel, weil die Speise dann »länger warm bleibt« … aber die Witterungsbedingungen in meiner Wohnung waren nicht gar zu unfreundlich. Daher doch lieber in den Teller damit!

… und so sah's dann aus. Die Optik war zunächst nicht vielversprechend, und die Masse zwar gehaltvoll, aber eher etwas schleimig … die Fleisch(?)-Stückchen glichen im übrigen einer in Rechtecke geschnittenen Antirutschmatte. Was mich aber vollkommen überrascht hat, das war der leckere, natürliche, gut gewürzte Geschmack. Schnell und einfach zuzubereiten, nahrhaft – und vom Aroma her weit über dem üblichen Tütenfrass. Sitzt man irgendwo im Gebirge, kann man sich vermutlich kaum etwas besseres wünschen.
Fazit also: prima Mahlzeit. Nur der Preis … der könnte den Appetit verderben.
[1]
http://www.transa.ch/
Mittwoch, 2013-03-27 | 14:12:48 CET
Damit dann auch meine räumlich entfernten Bekannten, Freunde und Verwandten eine Idee bekommen, wie mein neues Brillengestell aussieht …

Der Dank für den perfekten Vorschlag und die kompetente Bedienung geht an Celina von »Alpenglühn« [1]. Guter Laden. Der Anstoss kam aber natürlich von meiner persönlichen Stilberaterin und grossen Liebe, Patricia. Auch dafür ein Dankeschön!
[1]
http://www.alpengluehn.ch/
The Venn Diagram of Irrational Nonsense
Dienstag, 2013-03-26 | 22:26:48 CET
Eben über folgende schöne Grafik gestolpert, und ich muss sagen – hat was. Da fehlt nicht viel.
http://crispian-jago.blogspot.co.uk/2013/03/the-venn-diagram-of-...
Sonntag, 2013-03-24 | 20:22:26 CET

Moderne Zeiten – beim Kofferverlieren und -finden
Dienstag, 2013-02-19 | 21:22:18 CET
Heutzutage kauft man keinen normalen Kofferanhänger mehr (gibt eh keine schönen), sondern eine Metallplakette mit einem zwölfstelligen Code, den man online mit einer Adresse verknüpfen kann. Ein ehrlicher Finder meines Koffers würde dann diesen Code auf einer Website eingeben und so einen SMS-Alarm bei mir auslösen – so weit die Idee. Okoban heisst das System [1], und der Anhänger war nicht teuer, die Registrierung ist dann kostenlos. Aber oweh … der Benutzername darf keine Sonderzeichen enthalten, das Passwort auch nicht (!) und beides wird einem sogleich offen und unverschlüsselt per Email bestätigt. Wunderbar.
Verlässt man nach der Registrierung des Koffers die Seite wieder, freut man sich über die diesbezügliche neue Bestätigungs-Email (»Sie und Ihr Gegenstand sind nun verknupft«) und den Titel der Folgeseite im Browser – »Neuer Verlierer«. So deutlich hat mir das noch keine Bude gesagt, bei der ich gerade Kunde geworden bin. Dankeschön!
Update, 2013-06-14: … und dann wollte ich noch erwähnen, dass das Sch …ding gleich mal beim zweiten Flug (Singapur-Denpasar) vom Koffer abgerissen worden ist. High-tech! Die Anfrage beim Okoban-Support, ob ich denn jetzt nochmal so ein Täfelchen mit derselben Nummer haben kann, blieb unbeantwortet. Zurück also zum guten alten Papierschildchen.
[1]
http://www.okoban.com/
Umgehen lernen mit Enttäuschungen (oder: ein Lebenszeichen)
Mittwoch, 2013-01-30 | 20:59:10 CET
Weihnachten ist immer wieder doof (Silvester auch), in Syrien wird immer noch geschossen, Sexismus ist noch immer nicht ausgestorben, das Wetter ist so bescheiden wie Ende 2012 auch, Wien ist schön, aber war vollkommen eingeschneit und lausig kalt, die Midlife Crisis nähert sich unaufhaltsam, mein Job ist immer noch derselbe und überhaupt ist das Beste, was ich sagen kann, dass das Leben weitergeht.
In diesem Sinne …

… oh Mist, hätte ja nützlich sein können für 2013.


