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Moderne Zeiten – beim Kofferverlieren und -finden

Dienstag, 2013-02-19 | 21:22:18 CET

Heutzutage kauft man keinen normalen Kofferanhänger mehr (gibt eh keine schönen), sondern eine Metallplakette mit einem zwölfstelligen Code, den man online mit einer Adresse verknüpfen kann. Ein ehrlicher Finder meines Koffers würde dann diesen Code auf einer Website eingeben und so einen SMS-Alarm bei mir auslösen – so weit die Idee. Okoban heisst das System [1], und der Anhänger war nicht teuer, die Registrierung ist dann kostenlos. Aber oweh … der Benutzername darf keine Sonderzeichen enthalten, das Passwort auch nicht (!) und beides wird einem sogleich offen und unverschlüsselt per Email bestätigt. Wunderbar.

Verlässt man nach der Registrierung des Koffers die Seite wieder, freut man sich über die diesbezügliche neue Bestätigungs-Email (»Sie und Ihr Gegenstand sind nun verknupft«) und den Titel der Folgeseite im Browser – »Neuer Verlierer«. So deutlich hat mir das noch keine Bude gesagt, bei der ich gerade Kunde geworden bin. Dankeschön!

Update, 2013-06-14:  … und dann wollte ich noch erwähnen, dass das Sch …ding gleich mal beim zweiten Flug (Singapur-Denpasar) vom Koffer abgerissen worden ist. High-tech! Die Anfrage beim Okoban-Support, ob ich denn jetzt nochmal so ein Täfelchen mit derselben Nummer haben kann, blieb unbeantwortet. Zurück also zum guten alten Papierschildchen.

[1] => http://www.okoban.com/

 

Kommentare
 

Kofferfreuden …

von AnneCatherine - Donnerstag, 2013-02-28 | 20:17:28 CET

Verlierer ja, aber doch immer verknupft. Das ist doch besser als verschupft ;)