2005
Samstag, 2005-12-31 | 18:41:02 CET
… nur noch weniger als fünfeinhalb Stunden bis zum Ende des Jahrs 2005 und dem Beginn eines neuen, hoffentlich glücklicheren Jahrs 2006.
Mag mein persönliches 2005 ja beruflich anstrengend, aber recht erfolgreich und privat zwar durchwachsen, aber halbwegs ordentlich gewesen sein – beim Blick auf die Weltlage, Katastrophen und Kriege, gewinnt man schnell den Eindruck, es könne fast nur noch besser werden. Also, dann hoffen wir mal, dass 2006 tatsächlich besser wird.
Ich schlage mich demnächst bei strömendem Regen durch's von Detonationen kindischer Frühzünder geschüttelte Krisengebiet um mein Haus und versuche, heil in's Restaurant zu kommen.
Wer immer das liest – ich wünsche einen guten Rutsch.
Samstag, 2005-12-24 | 11:46:25 CET
… denn auch wenn es mir bei weitem nicht mehr so viel bedeutet wie früher, so ganz lösen davon kann man sich ja doch nicht …
Mittwoch, 2005-12-14 | 22:07:12 CET
Endlich mal wieder ein ausgezeichneter Film im Kino: The Constant Gardener . Grossartig inszeniert, packend, interessant geschnitten und vor allem toll gespielt, u.a. von Ralph Fiennes (ah ja, das Buch: John le Carré).
Es geht vor allem um finstere Machenschaften der Pharma-Industrie in Afrika, und ohne zu viel zu verraten: Der Film ist hart und hat ein recht giftiges Ende. Das Schlimmste, was man vermuten könnte, ist, dass er in einigen Punkten nicht gar zu weit von der Realität entfernt sein wird. Die Welt ist schlecht.
Nachtrag, 2005-12-19:
Ein brisantes, gutes Buch (oder seine Verfilmung) zeichnet sich in der Tat dadurch aus, dass es sehr, sehr nahe an der Wirklichkeit ist. Just heute via Slashdot gefunden:
http://wired.com/news/medtech/0,1286,69595,00.html?tw=wn_tophead...
2. Nachtrag, 2005-12-29:
Angeblich kommt der Film in Deutschland erst ab dem 12. Januar in die Kinos, und zwar unter dem Titel »Der ewige Gärtner«. Ansehen!
Sonntag, 2005-12-04 | 1:24:24 CET
Es geht doch nichts über eine gediegene Sauftour, äh, gastronomische Rundreise in Zürich. Heute: Langstrasse und benachbarte Gegenden. Das coolste Ambiente: Schmuklerski [1]. Die konsequenteste Selbstbedienung: Plaza Bar . Die spektakulärste Toilette: Forum [2]. Die angenehmste Atmosphäre: Sport Bar [3]. So voll, dass ich darauf verzichtet habe: das neue Longstreet . Nebenbei das interessanteste Kino, und ausserdem haben sie an der Bar Turbinenbräu: Riff Raff [4]. Der Dauerbrenner, extrem attraktives Personal: Acapulco (für die kühle Blondine mit Top, Stiefeln und Tattoos würde ich sozusagen morden).
[1]
http://www.schmuklerski.ch/
[2]
http://www.forumzh.ch/
[3]
http://www.sport-bar.ch/
[4]
http://www.riffraff.ch/
Donnerstag, 2005-11-24 | 23:36:31 CET
Ich hab' sie nicht gewählt, ehrlich! Sorry, Welt!
Samstag, 2005-11-19 | 10:49:41 CET
Das grosse Projekt, wirklich alle Episoden der X Files zu begutachten, bringt immer wieder auch höchst amüsante Fundstücke an's Tageslicht. Dialoge, auf die die Welt gewartet hat …
SCULLY: (on phone) No, I don't think it's witchcraft, Mulder, or sorcery. I've had a look around and I don't see any evidence that warrants that kind of suspicion.
MULDER: (on phone) Maybe you don't know what you're looking for.
SCULLY: (on phone) Like evidence of conjury or the black arts or shamanism, divination, Wicca or any kind of Pagan or neo-Pagan practice. Charms, cards …
(MULDER is listening, spellbound.)
SCULLY: (on phone) … familiars, bloodstones, or hex signs or any of the ritual tableaux associated with the occult, Santeria, Voudoun, Macumba, or any high or low magic?
MULDER: (on phone) Scully …
SCULLY: (on phone) Yes?
MULDER: (on phone) Marry me.
SCULLY: (on phone) I was hoping for something a little more helpful.
MULDER: (on phone) Well, you know, short of looking for a lady wearing a pointy hat riding a broomstick, I think you pretty much got it covered there.
Mittwoch, 2005-11-16 | 21:35:46 CET
Endlich bin ich auch dahintergekommen, warum die Serie »CSI« (und ihre Ableger) so erfolgreich ist, und entgegen anderslautenden Vermutungen besteht das Geheimnis nicht darin, dass sehr viele Menschen das Rezept für den perfekten Mord zu finden hoffen. Nein, die Produzenten haben es schon lange verstanden: es ist der hohe Ekelfaktor. Ist es nicht fantastisch, gemütlich im Wohnzimmer zu sitzen und auf einem Bissen Wurstbrot herumzukauen, während man per TV Zeuge einer Obduktion wird?
Und weil die Produzenten das verstanden haben, häufen sich auch die höchst unrealistischen (weil: im wahren Leben extrem seltenen), aber besonders unappetitlichen Fälle. Von der mehrere Wochen alten Gammelleiche bis hin zu in Lauge aufgelösten sterblichen Überresten. Mjamm!
Mittwoch, 2005-11-09 | 21:50:28 CET
Schockierend: Der Terror hat jetzt auch Amman erreicht. Eine der Bomben ist in genau dem Radisson SAS hochgegangen, in dem ich noch unlängst selbst zu Gast war. Das macht es nicht schlimmer oder besser – furchtbar ist es so oder so, aber es berührt einen doch noch deutlich mehr, wenn man den Ort kennt.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,384112,00.html
Schreckliche Zeiten. Und alle Alltagsproblemchen erscheinen wieder sehr klein.
Montag, 2005-11-07 | 19:57:17 CET
Die Freude am eigenen Fahrzeug währte nicht allzu lang – abgesehen davon, dass Zürich so ziemlich permanent am Rande des Verkehrskollapses steht (oder wo sonst kann man Sonntagmorgen um zehn im Stau stehen?! – OK, zugegeben, vermutlich London, Rom oder New York), packt mich jetzt auch das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich mit aller Härte. Hatte ich neulich schon zähneknirschend 189 Franken bezahlt, und das für den Fahrzeugausweis, die »Einlösungsgebühr« und das Nummernschild, aber auch die üblichen Verkehrsabgaben (vgl.: KFZ-Steuer) pro rata für 2005, flattert mir heute schon die nächste Zahlungsaufforderung über 330 Franken in's Haus, und zwar wieder die Verkehrsabgabe, diesmal jedoch für 2006. Nun, und das Jahr währt nicht mehr lang, deshalb wird bald die Autobahnvignette für 2006 fällig, und von dem Geld, das ich in Winterreifen gesteckt habe, wollen wir gar nicht reden.
Hurra! Endlich hab' ich ein Auto! Endlich bin ich dabei, beim Geldausgeben! Und was freu' ich mich auf's erste Tanken. Nur weg mit der Kohle! Immerhin ist Autofahren schöner, als den Kies zu vergraben.
Dienstag, 2005-11-01 | 13:54:02 CET
Einmal mehr kann man die Vorgänge in der deutschen Politik nicht ignorieren. Der Wähler reibt sich ungläubig die Augen: Kann es wahr sein, dass sich eine Partei so selbst beschädigt, wie es eben die SPD tut? Und die grosse Koalition ist weder beschlossen noch hat sie die Arbeit aufgenommen, aber schon ist sie in einer schweren Krise. Rekord!
Erstaunlich: Wie konnte man ausgerechnet die junge altlinke Nervensäge Nahles zur Generalsekretärin wählen wollen? Und warum musste »Münte« deshalb den Bettel hinwerfen? Aber nein, es wird noch kurioser … mein grösster Freund, der politische Tiefflieger Stoiber, der mit seiner monatelangen Unentschlossenheit, ob er sich denn nun nach Berlin bitten lassen soll, auch seiner eigenen Partei mächtig auf den Geist gegangen ist, nutzt diese erste Gelegenheit, um wieder abzuspringen. Als Begründung fabuliert er von »verschobenen Pfeilern« und »veränderter Statik« … Pech übrigens für Beckstein und Huber, und wer weiss, vielleicht ist es ja sogar gut für Bayern. Pech aber auch für den Bund, Glos als Minister ist in der Tat eine schreckliche Vorstellung.
Nahles wäre jedenfalls besser gar nicht erst als Kandidatin angetreten, aber sie wollte halt schon furchtbar gern … dafür beweist sie jetzt, dass sie das moderne Politikvokabular des »nicht dementierens« und »nicht ausschliessens« beherrscht. Jetzt schliesst sie immerhin ihren »Rückzug nicht aus«, aber wenn sie einen Funken Verstand hätte, hätte sie sich schon lange verabschiedet. Ein klares »Ja« oder »Nein«, das ist die Sache der Politiker nicht. Nur Müntefering, der hat klar »Nein« gesagt. Immerhin.
Was bin ich froh, dass ich nicht rot gewählt habe.
Dienstag, 2005-10-18 | 18:25:53 CET
… wenn's sein muss … – auf vielfachen Wunsch, mein neues Auto. Stolz abgeholt am Dienstag vor einer Woche.

*Tusch*
Sonntag, 2005-10-16 | 16:45:17 CET
Einmal mehr eine Fortschrittsmeldung, was mein grosses Projekt angeht … eine ganz besonders amüsante Episode der ansonsten eher mässigen Season 4 ist »Small Potatoes«, 4x20. Das war das Besondere an den X Files , dass die Serie es doch immer wieder geschafft hat, sich selbst kräftig auf die Schippe zu nehmen. So auch in »Small Potatoes« …
»But the baby's father is an alien?«
»No, no, I didn't say he was an alien, I said he was from another planet. His name is Luke Skywalker. He's what's known as a Jedi Knight.«
»Did he have a light saber?«
Mittwoch, 2005-10-05 | 18:43:51 CET
Das Rennspiel des Jahres, mindestens, und vielleicht sogar des Jahrfünfts: »Burnout Revenge«. Der helle Wahnsinn. Verdammt schnell, schön, explosiv, abwechslungsreich. – Kaufen!
Freitag, 2005-09-30 | 19:56:45 CET
Eigentlich ein Nachtrag – seit ein paar Wochen arbeite ich nicht mehr (wie davor immerhin eineinhalb Jahre) in Bern, sondern wieder im Herzen der Stadt Zürich, Nähe Paradeplatz, bei einem anderen Kunden. Was für eine Wohltat!
Der Kontrast könnte allerdings nicht grösser sein, habe ich doch die gemächliche Aare und eine Schafherde vor dem Bürofenster gegen eine zugige Strasse mit geparkten Maseratis und Aston Martins eingetauscht. Da waren mir die Schafe eigentlich lieber.
Über Missen und andere Probleme
Sonntag, 2005-09-25 | 14:55:45 CET
Wieder mal eine Sache, die mir in und an der Schweiz wirklich fremd ist – der extreme Wirbel um Miss Schweiz. Ich werde es nie verstehen.
Schon Wochen vor der Wahl spielen alle verrückt, die Zeitungen sind voll mit Beiträgen zum Thema … jede Kandidatin wird durchleuchtet, kein Detail bleibt privat. Ist sie dann gewählt, geht der Stress erst richtig los. So auch dieses Jahr wieder. Gewählt wurde eine Dame namens Lauriane Gilliéron, und schön ist sie ja auch.
Aber schon gibt es Theater – hatte sie sich doch in einem Interview unvorsichtigerweise als Vegetarierin geoutet (wie schlimm!) und anklingen lassen, dass man sie wohl nie mit einer Bratwurst sehen werde – schon steht das halbe Land Kopf, Zitat aus einem Artikel: »Fleischfreunde und Metzger sind verärgert«, der Metzgermeister-Verband protestiert. Kaum zwei, drei Tage später die nächste Schlagzeile, natürlich auf diversen Titelseiten – »Ärzte besorgt, Miss Schweiz zu dünn«. – Oder im »Blick«: »Miss Schweiz verzückt Senioren«!
In Deutschland weiss man typischerweise nicht mal, wie die aktuelle Miss Germany heisst, geschweige denn, was sie isst oder wie sie bei Senioren ankommt. Tsts.
Montag, 2005-09-19 | 19:16:43 CET
Also, eigentlich ist alles ganz einfach. Wäre es zumindest, theoretisch. Für Rot+Grün reicht es nicht mehr, für Schwarz+Gelb aber auch nicht. Rot könnte mit Schwarz, aber das wollen beide nicht. Gelb könnte mit Rot+Grün oder mit Schwarz+Grün, will aber beides auf gar keinen Fall, obwohl es dafür bei Rot und auch Schwarz durchaus Interesse gäbe. Mit Dunkelrot will niemand, auch Rot nicht. Grün hingegen wäre offen für allerlei Varianten, was aber nicht hilft, so lange sich Gelb, Rot und Schwarz so zugeknöpft geben. Aber für den nächsten Kanzler halten sich mal beide, also Angela, die aus den glorreichen 0.9 Prozentpunkten Vorsprung einen »klaren Auftrag zur Regierungsbildung« abliest, und Gerhard, der sich wie der Gewinner gibt, ohne dass ersichtlich wäre, woher er die Mehrheit nehmen will. So viele Sieger, prima!
Für das Land ist das (Nicht-)ergebnis der Bundestagswahl sicher nicht von Vorteil, aber der Unterhaltungswert der Veranstaltung und ihrer Nachwirkungen ist aussergewöhnlich hoch.
Nachtrag, 21. September: Mein heisser Favorit für das Unwort des Jahres 2005 ist »Schwampel«.
Dienstag, 2005-09-06 | 11:13:37 CET
Manchmal ist mein Arbeitgeber doch ein ganz klein wenig verrückt – führte uns doch der diesjährige Firmenausflug (zugegeben, zum 25. Jubiläum der Gründung der Firma) per Flieger der Royal Jordanian nach Jordanien (!), mit Beginn der Tour in Amman, dann teilweise mit Mietwagen über Madaba nach Petra, schliesslich tief in die Wüste Wadi Rum und zum Abschluss nach Aqaba, ein kurzes Bad im Roten Meer inklusive.

Was für ein fremdartiges, karges und doch schönes Land! Eine Beschreibung aller erlebten Sensationen würde diesen Rahmen sprengen. Erwähnt seien nur die wilde Fahrt mit dem Mietwagen durch Amman (die Einwohner dieser Stadt zeichnen sich durch einen, äh, interessanten Fahrstil aus – die markierten Fahrspuren werden grosszügig ignoriert, die Vorfahrt funktioniert nach Lust und Laune, gehupt wird gern und viel …), das viergängige Galadiner im Freien (!) bei einem der berühmten Felsgräber von Petra, der Kamelritt durch die Wüste Wadi Rum, in einer Original-Tracht der Beduinen, mit anschliessender Nacht im Zelt …
Da kommt einem, wenn der Koffer ausgepackt und der Sand aus den Schuhen geleert ist, das eigene Zuhause erst einmal wieder ziemlich fremd vor.
Montag, 2005-08-29 | 14:01:32 CET
Mittlerweile kann Entwarnung gegeben werden – die Flut vom Anfang vergangener Woche, bei der von einer der grössten Naturkatastrophen gesprochen wird, die die Schweiz jemals getroffen haben, scheint überstanden zu sein. Das Wasser zieht sich zurück, was bleibt, sind Schlamm- und Geröllmassen und zum Teil massive Schäden. Der Gesamtschaden wird auf bis zu 2 Milliarden Schweizer Franken geschätzt …
An manchen Orten waren offenbar bis über 200 Liter Regen in zwei Tagen gefallen. Dies reichte aus, um diverse Autobahnen in Flüsse zu verwandeln, Teile von Bern und Luzern sowie zahlreiche kleinere Ortschaften zu fluten und verschiedene weitere Ansiedlungen gänzlich zu zerstören.
Zürich ist glücklicherweise recht glimpflich davongekommen, und damit auch mein Keller, wobei mich sowieso der Höngger Berg vom Zürichsee trennt – da könnte höchstens die überforderte Kanalisation zum Problem werden. Schockierend waren die Zustände in manchen Vierteln von Bern, die ich aber auch nur aus der Ferne zu sehen bekommen habe. Bei meinem Trip via St. Gallen nach Arbon (Bodensee) Ende letzter Woche hingegen war nicht viel von der Flut zu bemerken.
Montag, 2005-08-22 | 8:55:26 CET
Der Regen will kein Ende nehmen. Wenn die Nachrichten im Radio sich ausschliesslich auf die Meldung von Erdrutschen, gesperrten Strassen und Bahnstrecken und diverse »Frontberichte« beschränken wie heute morgen um fünf Uhr (und direkt in eine entsprechende Sondersendung übergehen), dann macht einen das durchaus etwas nachdenklich. Gleiches gilt, wenn man bei der Einfahrt mit dem Zug in Bern unterhalb der Brücke ein Auto im Wasser vorbeitreiben sieht … es dürfte jetzt wieder trockener werden, nach meinem Geschmack.
Freitag, 2005-08-12 | 22:54:30 CET
Ein (seltener) Ausflug in die deutsche Politik – es ist doch interessant zu sehen, wie die Union am eigenen Ast sägt. Gut so, könnte man aus Schweizer Sicht meinen, denn wenn Angela nicht Kanzlerin wird, steigen für die Schweizer wieder die Chancen, mich in halbwegs überschaubarer Zeit loszuwerden. Wird sie hingegen doch Regierungschefin, müsste ich glatt Asyl beantragen. Aber dann war da ja noch Edmund, das Rauhbein …
Wie stand es heute so schön in der Berner Zeitung? »Durch diese und andere Dummheiten hat sich die CDU/CSU schon von der klaren Favoritenrolle für die Wahl vom 18. September auf den Status eines aussichtsreichen Bewerbers heruntergearbeitet«. So ist es.
Donnerstag, 2005-08-04 | 16:20:01 CET
Endlich wieder einmal Zeit gehabt für den einen oder anderen Gang in's Kino, und die gute Nachricht ist: Es gibt sie noch, die wirklich guten, sehenswerten Filme, die einen den unverschämten Eintrittspreis hiesiger Kinos und die dämliche Unterbrechung in der Mitte der Vorstellung vergessen lassen. Skurril, komisch, meisterliche Action: Kung Fu Hustle . Enorm spannend, glaubhaft, hart: The Interpreter . Grosses Kino.
Dienstag, 2005-07-19 | 14:49:21 CET
Eine wunderbare Sache, ein ausgiebiger Brunch inklusive einem Fläschchen Veuve Clicquot. Auf dem »Vorher«-Bild fehlen hier aber noch das Mango-Lassi und die Eiscreme (Häagen Dazs).

Über das »Nachher«-Bild, sowohl vom Tablett wie meiner Figur, decken wir den Mantel der Barmherzigkeit …
Freitag, 2005-07-15 | 22:37:12 CET
Wunderbar düster und schaurig: X-Files, »Totenstille«, Folge 2x19 (zweite Staffel, fünfte DVD, dritte Episode).
Nachtrag vom 17. Juli – noch viel schöner ist 2x20, »Der Zirkus« (»Humbug«). Ein Riesenspass und eine der besten Folgen überhaupt!
Mittwoch, 2005-07-06 | 21:48:51 CET
Dieses Jahr ist das Geschenk, das ich mir selbst zum Geburtstag mache, ein Zaurus SL-C1000 von Sharp. Das Päckchen hat mich heute erreicht, und was soll ich sagen – die Hardware ist ausgesprochen edel, die mitgelieferte Sofware leider weniger. Damit gibt es für die bevorstehenden Ferien ein prima Beschäftigungsprogramm …
Donnerstag, 2005-06-23 | 10:45:09 CET
Gestern abend, der Versuch nach drei anstrengenden Tagen in Bern nach Zürich heimzukehren. Der Zug hat zunächst zwanzig Minuten Verspätung, kriecht dann ruckelnd ein paar wenige Kilometer aus dem Berner Bahnhof, bis er schliesslich ganz stehenbleibt. Die Klimaanlage ist aus, die dreistellige Zahl von Menschen im vollbesetzten Doppelstockzug schmort im eigenen Saft, nur ganz wenige Notfenster lassen sich überhaupt öffnen. – Stromausfall im SBB-Netz, zuerst im Tessin, dann in der gesamten Schweiz, für mehrere Stunden! Nach einer zweieinhalbstündigen Odyssee (weiter als bis Wankdorf war ich nicht gekommen) war ich wieder am Berner Bahnhof und hatte es schon vorher geschafft, per Mobiltelefon eines der allerletzten Hotelzimmer in der Stadt zu reservieren. Was für ein Desaster, in einem Land, in dem sich Hunderttausende täglich auf die Bahn verlassen und auch der CEO Zug fährt.
Ein herber Schlag, ein nationales Heiligtum gerät in's Wanken … Erinnerungen an das für Schweizer höchst traumatische Swissair-Grounding werden wach. So ist »Grounding« auch ein Begriff, der am Tag danach sehr häufig in den Zeitungen zu lesen ist, nahezu so häufig wie die Wörter »Super-GAU«, »Blackout«. Und das hier, wo die Menschen schon unruhig auf die Uhr sehen, wenn ein Zug mehr als zwei Minuten Verspätung hat.
Dennoch erscheint mir der bissige Kommentar im Zürcher Tages-Anzeiger als etwas sehr harsch; Herrn Schlumpf vom TA kann man nur nahelegen, ein paar Probefahrten mit der Deutschen Bahn zu machen (am besten eine ausgedehnte Rundreise, das weitet den Horizont und kurbelt die deutsche Wirtschaft an …), dann weiss er die SBB, ihre Pünktlichkeit und ihr gar nicht so schlechtes Krisenmanagement wieder zu schätzen.
Über gute und schlechte Dienste am Kunden
Mittwoch, 2005-06-15 | 9:40:17 CET
Beruflich unterwegs, ist das Essen im Restaurant auf anderer Leute Kosten eigentlich eine feine Sache. Wäre es zumindest, wenn man nicht – sofern man ausnahmsweise alleine unterwegs ist – einen beengten Platz zwischen anderen Gästen zugewiesen bekommt, der nur zu erreichen ist, indem man sich durch einen schmalen Spalt zwischen zwei Tischen zwängt, nachdem, wohlverstanden, die Damen und Herren Beisitzer diverse Taschen und Jacken widerwillig beiseite geräumt haben. Und wenn man dann beim Essen nicht die intimen Gespräche des Pärchens zur Linken im Ohr und den Ellenbogen des Flegels rechts in den Rippen hat. Und wenn man dann nicht zusehen muss, wie missgelauntes Personal, das die Gäste nur als Belästigung empfindet, sich primär mit sich selbst beschäftigt.
Es könnte also schön sein, auch wenn die kleine Pizza klein ist. So aber verlässt man missgelaunt das Etablissement, und dass man keinerlei Trinkgeld gegeben hat, ist nur ein kleiner Trost.
Nun, gestern abend war es jedenfalls nicht schön. Aber es muss ja nicht die ganze Welt wissen, dass das betreffende Restaurant »Molino« heisst und in Bern am Waisenhausplatz zu finden ist.
Fundstücke: Briefmarkenverkaufsstellenschilder …
Freitag, 2005-06-10 | 20:49:39 CET
Einfach zu schön:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20288/1.html . Ein wenig Nationalstolz kommt auf … wer sonst hätte solche Probleme so gut im Griff wie die Deutschen?
Mittwoch, 2005-06-08 | 21:31:13 CET
Mit dem grossen Projekt, systematisch alle Folgen von »Akte X« zu sehen, geht es trotz Zeitmangels gut vorwärts. Heute: Folge 2x02 (Staffel 2, DVD 1), »The Host«. Extrem ekelhaft. Höchst amüsant. Kult.
Durchgespielt wie im Rausch: MGS 3
Donnerstag, 2005-06-02 | 22:33:23 CET
Was für ein fantastisches Spiel! Ein Optimum ist da erreicht worden. Was könnte die nächste Konsolengeneration noch an Fortschritt bringen ausser vielleicht besserer Grafik? – Kaufen. Sofort! Und zur Not eine PS2 dazu.
[Link:
http://www.konami.jp/gs/game/mgs/ ]
Montag, 2005-05-30 | 12:37:52 CET
Mehr muss man zu diesem Thema nicht sagen.
Mittwoch, 2005-05-25 | 17:29:48 CET
Man kann heutzutage von jedem halbwegs professionellen Schreiberling erwarten, dass er in der Lage ist, einen halb ernsten, halb komischen (und gerne klischeedurchsetzten) Artikel über die teure Schweiz aus dem Ärmel zu schütteln. Auch der liebe Herr Broder vom SPIEGEL kann das – siehe
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,357344,00.html . Man möchte an ein, zwei Stellen widersprechen, und doch ist der Text amüsant genug, um die Lektüre wert zu sein.
Sonntag, 2005-05-22 | 21:17:41 CET
»Today, everybody's got one« – und obwohl das ein schlechter Grund ist, habe ich als ansonsten überzeugter »late adopter« (und gelegentlicher Ignorant) jetzt auch eines. Die Arbeit an der Software hinter den Kulissen war das Spannende daran und hat mir manchen einsamen Abend im Hotel verkürzt. Ob sich da jetzt auch noch Inhalte finden, wir werden es sehen.
Für wen es interessiert, die kleine Eigenentwicklung stammt ab von der sehr einfachen, in Perl (iiiek) geschriebenen Blogging-Lösung von Forrest Jones, zu finden via
http://freshmeat.net/projects/4est_blog/ , in der Version 2.40 – mittlerweile gibt es allerdings fast keinen gemeinsamen Code mehr, und auch bei 4est_blog ist die Entwicklung derweil weitergegangen. An der Stelle auf jeden Fall ein Dankeschön an Forrest!


