Über gute und schlechte Dienste am Kunden
Mittwoch, 2005-06-15 | 9:40:17 CET
Beruflich unterwegs, ist das Essen im Restaurant auf anderer Leute Kosten eigentlich eine feine Sache. Wäre es zumindest, wenn man nicht – sofern man ausnahmsweise alleine unterwegs ist – einen beengten Platz zwischen anderen Gästen zugewiesen bekommt, der nur zu erreichen ist, indem man sich durch einen schmalen Spalt zwischen zwei Tischen zwängt, nachdem, wohlverstanden, die Damen und Herren Beisitzer diverse Taschen und Jacken widerwillig beiseite geräumt haben. Und wenn man dann beim Essen nicht die intimen Gespräche des Pärchens zur Linken im Ohr und den Ellenbogen des Flegels rechts in den Rippen hat. Und wenn man dann nicht zusehen muss, wie missgelauntes Personal, das die Gäste nur als Belästigung empfindet, sich primär mit sich selbst beschäftigt.
Es könnte also schön sein, auch wenn die kleine Pizza klein ist. So aber verlässt man missgelaunt das Etablissement, und dass man keinerlei Trinkgeld gegeben hat, ist nur ein kleiner Trost.
Nun, gestern abend war es jedenfalls nicht schön. Aber es muss ja nicht die ganze Welt wissen, dass das betreffende Restaurant »Molino« heisst und in Bern am Waisenhausplatz zu finden ist.


