Filmtipp Januar: Moon
Sonntag, 2010-01-24 | 14:59:54 CET
Im grossen, absolut sehenswerten Erstling Moon [1] des Nachwuchsregisseurs Duncan Jones, der mit wenig Budget sehr viel erreicht, geht es letztlich um die Einsamkeit auf einer abgelegenen Mondstation und ihre Auswirkungen auf den Menschen, aber auch um einen skrupellosen Energiekonzern der Zukunft und dessen hässliche Methoden.

Sam Rockwell glänzt schauspielerisch in einer anspruchsvollen Doppelrolle als Sam Bell (mehr sei nicht verraten), der endlich bald seine einsame Dreijahresschicht auf der Rückseite des Monds hinter sich hat, wo er den Abbau von Helium-3 überwacht. Ein Unfall jedoch führt zu einer bösen Überraschung … und bald ist Sam nicht mehr alleine. Wer Monsterhorror erwartet, sieht sich aber getäuscht – Moon ist mehr eine ruhige, psychologische Studie als alles andere.

Jones sagt denn auch, er wollte »Science Fiction for grown-ups« machen, mit klassischen Tricks (Modelle vor CGI) und Motiven aus Filmmeilensteinen seiner Jugend (2001, Alien, …). Das ist ihm mit Moon mehr als gelungen, und man darf gespannt sein, was er als nächstes ausheckt. Klare Empfehlung!
Update, 2010-07-16: Nachdem es der Film endlich auch in's Kino geschafft hat, gibt es jetzt noch ein paar professionelle Reviews, und oh Wunder – der SPIEGEL ist begeistert. [2] Schön.
[1]
http://www.imdb.com/title/tt1182345/
[2]
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,706862,00.html


