Die Welt schrumpft
Donnerstag, 2007-10-18 | 14:48:05 CET
Die vergangenen Tage in Europa, davon ein paar in Zürich, ein paar in Nürnberg, haben mich wieder einmal daran erinnert, wie klein die Welt geworden ist. Am Montag bis abends um sieben am Schreibtisch sitzen in Singapur und schon am Dienstagabend beim Italiener in Zürich tafeln, das ist im Zeitalter der direkten Flugverbindungen nicht mehr unmöglich, und dank Auto ist dann auch ein schneller Abstecher von Zürich nach Nürnberg kein Problem, Bahnstreik und Stau hin oder her.
Und auch sonst wächst der Globus zusammen und tickt mehr und mehr im selben Takt. Mails abrufen gleich wo auf der Welt, eine deutsche Wochenzeitung kaufen in Singapur, mit der Maestro-Karte Geld vom Schweizer Konto abheben in Deutschland, alles längst vertrauter Alltag. Und ein Oktoberfest, das findet man dann auch fast überall, sei es in Singapur (siehe unten), München, San Diego [1] oder eben auch Zürich (dort z.B. in der Halle des Hauptbahnhofs und auf dem Bauschänzli). Oder der weltweite Gleichtakt der Kinos: Die Filme, die gerade in Singapur gestartet sind oder demnächst anlaufen, sieht man genauso in der Zürcher Tageszeitung und dem Nürnberger Kinojournal beworben.
Man könnte fast meinen, der physische Aufenthaltsort spiele keine Rolle mehr. Das ist natürlich Unsinn. Alleine schon das Klima, die Sprache, die Zeitumstellung nach der Landung in Singapur werden mir ganz schnell den Kopf geraderücken. Morgen mittag geht es wieder nach Asien.
Update, 2007-10-22: Zurück in Singapur, mitten im Kampf mit der Zeitumstellung – und dem Wetter. Bei der Ankunft um etwa 7 Uhr morgens, am Samstag, waren es schon 26 Grad Celsius, dazu heftiger Regen. Welcome back.
[1]
http://blog.raner.ws/wordpress/?p=51


