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Sound und Licht

Sonntag, 2006-02-05 | 20:56:44 CET

Die Ankündigung war kurz und bündig – »Ryoichi Kurokawa: Audiovisuelle Performance. Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 21h.« Nachdem ich nichts anderes vorhatte und mich sowohl für Kunst im allgemeinen wie auch für experimentelle elektronische Musik im speziellen begeistern kann, schien es mir genau die richtige Beschäftigung zu sein für diesen kalten Abend. – Die besagte Galerie liegt in einer der eher finsteren Gegenden von Zürich, höflich ausgedrückt, und erwies sich als nicht ganz leicht zu finden für jemanden, der nicht schlau genug war, vorher auf der Website nachzuschauen [1]. Mich empfing ein kahler Raum, der, sagen wir, nicht unbedingt überfüllt war … in der Tat war ich zu dem Zeitpunkt der gerade mal zweite Gast.
Zum Glück sollte das nicht ganz so bleiben, bis zum um eine halbe Stunde verspäteten Beginn der Performance trudelten dann doch noch zwei, drei Handvoll andere Gäste ein. Interessantes Publikum, übrigens. Der Meister selbst [2] war scheinbar nicht anwesend, denn die zwei vorführenden Herren sahen doch gar sehr westlich aus – egal.

http://blog.dgbrt.ch/img/2006/kurokawa.jpg


Akustisch war die Vorführung durchaus interessant und vielfältig. Eher minimale Loops, von schwebenden ambienten Klängen bis hin zu einem (viel zu kurzen) Ausflug in den Bereich der Geräusche und des Lärms. Abwechslungsreich. Die dazu projizierten sanft glühenden Linien und Flächen, die sich überlagerten, unscharf wurden, dann wieder dünn und hart, kippende, sich windende Strukturen … das hatte schon was. So muss wohl ein Drogenrausch aussehen … – Schade, dass die Vorführung schon nach rund 40 Minuten beendet war. Ein netter Abend.

[1] => http://www.walcheturm.ch/
[2] => http://www.ryoichikurokawa.com/

 

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