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Das Zipfelfoto

Sonntag, 2015-06-14 | 16:44:55 CET

 … und nein, dabei geht es nicht um Schweinkram. Obwohl, in gewisser Weise doch (Würstchen). Ich dachte mir nur, langweilige Gipfelfotos von Viertausendern oder einem Zusammentreffen zwischen Mutti und Herrn Tsipras, die gibt es genug – Zeit für ein Zipfelfoto!

http://blog.dgbrt.ch/img/2015/zipfel.jpg


Ich habe nämlich gestern erstmals in meinem Leben versucht, eine fränkische Spezialität namens »Saure Zipfel« (auch: »Blaue Zipfel«) selbst herzustellen. Ulkigerweise hat mein Leben in der Fremde, sprich: meiner neuen Heimat dazu geführt, dass meine Wertschätzung und mein Interesse für Errungenschaften meiner alten Heimat gestiegen ist. Wäre ich in Nürnberg auf die Idee gekommen, saure Zipfel zu kochen? Wohl eher nicht.

Jedenfalls handelt es sich um Nünberger Würstchen in einem leckeren, süss-sauren Sud aus Brühe, Weisswein, Essig, Zucker, Lorbeer und Wacholderbeeren (ach ja, und es kommen einige Zwiebeln mit dazu). Das Gericht war ausgesprochen einfach herzustellen, der Erstversuch gleich ein voller Erfolg und das resultierende Abendessen eines der besten der letzten Monate. Oh Wonne!

 

Kommentare
 

Zipfel gut!

von AnneCatherine - Montag, 2015-06-15 | 17:17:52 CET

Zipfelfoto ist cool, jedenfalls dieses, denn nicht jeder Zipfel ist ein Gipfel – öh, jetzt verheddere ich mich in Kalauern.
Diese Nürnbergerli haben wir bisher auf den Grill geschmissen. Aber auch wenn gekochte Würstchen immer ein bisschen blass aussehen – es tönt richtig gut, probiere ich aus!
 

Saure Zipfel

von Jan - Montag, 2015-06-15 | 22:02:40 CET

Ich habe sie so gemacht:

Zutaten – eine Packung zu 14 Stück Nürnberger (gut ist die Marke Wolf, erhältlich z.B. beim Coop Nähe Paradeplatz), 1 Liter Rinder- oder Hühnerbrühe, 100 ml heller Essig (habe verwendet 50 ml Migros Budget Tafelessig und 50 ml Migros Gewürzessig), 8 Wacholderbeeren, 4 Lorbeerblätter, 30 g Zucker, 1 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 200 ml Weisswein (fränkischer Silvaner, oder sonst ein erdiger, kräftiger Weisser), 4 mittelgrosse Zwiebeln.

Brühe aufkochen, Essig, Wein und alle Gewürze zugeben. Zwiebeln in Ringe schneiden, dazu geben, alles 15 min sieden lassen. Würstchen in den Sud werfen, mindestens 10 min ziehen lassen. In meinem Fall haben sie recht lange im Sud geköchelt (war eher eine Stunde …) und wurden später nochmals aufgewärmt; das Gericht wurde dadurch immer besser. Also: Eile mit Weile, der Geschmack profitiert.
 

Mach ich!

von AnneCatherine - Donnerstag, 2015-06-18 | 17:24:49 CET

Oh, danke fürs genaue Rezept, werd ich auf jedenfall ausprobieren und mich lobend zurückmelden.
Aber davor muss ich (!!!) noch in die Ferien. 10 Tage. Lissabon. Atlantik. Neid erlaubt :)))
 

Da bin ich neidisch

von Jan - Donnerstag, 2015-06-18 | 22:13:32 CET

 … schöne Ferien!